im Gespräch mit: Marie & Michael Photography

Marie & Michael haben 2011 nicht nur offiziell Ja zueinander gesagt, sondern auch zum Beruf der Hochzeitsfotografie. Reisefreudig, wie die beiden sind, sind sie österreichweit und auch im Ausland stets auf der Suche nach wunderbaren Hochzeitsgeschichten in Bildern.

Ich freue mich über das Gespräch mit den beiden HochzeitsfotografInnen. Man erkennt an ihren Fotos gleich, dass es ihnen wichtig ist, Gefühle in Bildern zu transportieren.

 

Fotocredits: Marie & Michael Photography (Hochzeit in den Blumengärten Hirschstetten)

 

DreiWeisseTauben: Marie und Michael, herzlichen Dank, dass Ihr euch die Zeit nehmt, mir ein paar Fragen zu beantworten. Was mich als Erstes interessiert, ist, wie Ihr bei der Hochzeitsfotografie gelandet seid?

Unsere Liebe zur Hochzeitsfotografie ist bei unserer eigenen Hochzeit 2011 entstanden. Seitdem dürfen wir Brautpaare fotografisch an ihrem großen Tag begleiten und sind mittlerweile beide Vollzeitfotografen.

DreiWeisseTauben: Was macht für euch denn ein gutes Hochzeitsfoto aus? Worauf achtet Ihr besonders?

Ein gutes Hochzeitsfoto erzählt eine Geschichte für sich. Der Betrachter soll das Gefühl haben, selbst dabei gewesen zu sein.

DreiWeisseTauben: Beschreibt euren Stil der Hochzeitsfotografie mit 6 Adjektiven!

Emotional, echt, einfühlsam, detailverliebt, ergreifend, mittendrin.

DreiWeisseTauben: Worauf sollte man eurer Meinung nach bei der Auswahl der Hochzeitsfotograf*innen achten? Woran erkenne ich Qualität?

Konsistenz in der Arbeit und ein durchgängiger Stil sind für uns ein wichtiges Qualitätskriterium. Grundsätzlich sollte natürlich der Stil des Fotografen gefallen und einen die Bilder ansprechen. Und ein sehr wichtiges Entscheidungskriterium ist, ob man den Fotografen sympathisch findet. Denn der Fotograf wird während des ganzen Hochzeitstages in der Nähe des Brautpaars Nähe sein. Da sollte man sich dann schon gut leiden können :-). Wir sagen immer: Die Fotos werden immer so gut wie das Vertrauen, dass zwischen dem Brautpaar und dem Fotografen aufgebaut wurde.

DreiWeisseTauben: Was sagt Ihr zu Trends wie Getting ready Fotos, First Look oder Trash the Dress? Ja oder nein?

Wir begleiten unsere Brautpaare immer den ganzen Hochzeitstag und da gehört das Getting Ready unserer Meinung nach dazu. Der Hochzeitstag beginnt ja nicht erst bei der Trauung sondern schon viel früher. Und gerade beim Getting-Ready gibt es wundervolle, lustige und emotionale Momente die es Wert sind festgehalten zu werden. Wenn die Braut mit ihren Freundinnen sich fertig macht, wenn die Mama beim Brautkleid-Anziehen hilft. Oder wenn der Bräutigam noch schnell seine Rede fertig schreibt :-).

First Look machen wir insbesondere dann sehr gerne, wenn wir die Paarfotos schon vor der Trauung machen oder das Brautpaar gerne gemeinsam zur Trauung einziehen möchte. Der Moment, wenn der Bräutigam die Braut das erste Mal sieht, ist ein sehr besonderer und den sollte man als Brautpaar auch ein bisschen auskosten!

Trash the Dress hat sich unserer Meinung nach im europäischen Raum nie so richtig durchgesetzt. Wir bevorzugen lieber ein After-Wedding Shooting ohne das Kleid komplett zu zerstören. Das Tolle beim After Wedding Shooting ist, dass man sich für Portraitfotos viel mehr Zeit nehmen kann und auch an Orte fahren kann, die am Hochzeitstag selbst vielleicht zu weit weg sind. Und beim After-Wedding Shooting macht es dann auch nichts, wenn das Kleid schmutzig wird (wenn man z.b. in einer hohen Wiese steht), oder nass wird (am Seeufer mit den Füßen im Wasser kann man wunderbare Fotos machen!).

DreiWeisseTauben: Wie gelingt es euch, eine ungezwungene Atmosphäre für ein Paarshooting zu schaffen? Gerade das ist uns als Brautpaar zum Teil schwer gefallen, sich hier fallen zu lassen und so natürliche Fotos zu bekommen.

Das Paarshooting am Hochzeitstag ist für das Brautpaar der einzige Moment am Hochzeitstag, bei dem sie kurz für sich sind und gemeinsam Zeit haben das soeben Erlebte Revue passieren zu lassen. Die Zeit beim Paarshooting ist deshalb eigentlich gar nicht Zeit für den Fotografen, sondern Zeit für das Paar um kurz nur zu zweit zu sein. Wir versuchen deshalb das Brautpaar gerade am Beginn des Paarshootings ein bisschen in Ruhe zu lassen. Wir lassen unsere Paare einen Weg entlang spazieren, sich hinsetzen und miteinander plaudern. Wichtig für uns ist, dass sie sich auf sich konzentrieren, und uns soweit das geht ausblenden. Damit wir auch tatsächlich ausgeblendet werden können, ist es natürlich wichtig, dass das Paar uns vertraut. Deshalb machen wir mit den meisten Brautpaaren schon einige Monate vor der Hochzeit ein sogenanntes Engagement Shooting, bei dem wir uns besser kennenlernen können. Wir treffen auch alle unsere Brautpaare wenn  möglich immer vorab persönlich. Die Chemie zwischen uns und dem Brautpaar muss stimmen, nur so können ungezwungene natürliche Fotos entstehen.

DreiWeisseTauben: Wann ist aus eurer Sicht am Hochzeitstag ein guter Zeitpunkt für das Paarshooting?

Prinzipiell versuchen wir uns in den Hochzeitstag zu integrieren und dann Paarfotos zu machen, wenn es vom zeitlichen Ablauf am besten ist. Aus fotografischer Sicht ist es für uns am schönsten, wenn man am späten Nachmittag/frühen Abend fotografieren kann, da dann die Sonne schon tiefer steht. In der Mittagssonne, herrschen im Sommer die schwierigsten Lichtbedingungen und oft ist es schlichtweg zu heiß. Patentrezept gibt es aber nicht, da man das Wetter nicht beeinflussen kann und es auch abhängig von der Jahreszeit ist, in der man heiratet. Ist es bewölkt und sieht man keine Sonne, sieht die Welt auch schon wieder anders aus. Deshalb planen wir mit dem Brautpaar immer einen fixen Timeslot für die Paarfotos ein, zu diesem Zeitpunkt machen wir dann Fotos. Sollte es aber z.b. am Abend nochmal wunderschönes Licht geben, fragen wir unsere Paare meist spontan, ob sie noch Lust haben für 5 Minuten mit uns kurz hinaus zu gehen. Da hat noch kein Paar nein gesagt :-).

DreiWeisseTauben: Wo holt Ihr euch denn selbst Inspirationen für Bilder?

Wir haben einerseits eine große Community an Hochzeitsfotografen, mit der wir uns regelmäßig austauschen und uns Inspiration durch die Bilder von anderen talentierten Kollegen holen. Weiterbildung spielt für uns eine sehr wichtige Rolle, deshalb besuchen wir 1-2x im Jahr kleine und große Hochzeitsfotografen-Konferenzen, von denen wir immer mit vielen neuen Ideen, Wünschen und Todo Listen nach Hause kommen. Wir versuchen uns aber auch ganz bewusst Inspiration aus anderen Bereichen der Fotografie zu suchen (Street Photography, Fotojournalismus, Kinderfotografie,…), und hier Workshops zu besuchen und in Ausstellungen zu gehen. Das ermöglicht uns einen weiteren Blick auf die Hochzeitsfotografie zu schaffen und auch Elemente aus den andern Bereichen in unsere Fotos mit einfließen zu lassen.

DreiWeisseTauben: Welche Hochzeit würdet Ihr gerne einmal shooten?

Wir würden sehr gerne mal wieder eine ungezwungene Strandhochzeit fotografieren. Das durften wir im allerersten Jahr unserer Hochzeitsfotografie und es war wirklich traumhaft. Mit anschließendem Barbecue am Strand. Wenn wir nochmal heiraten sollten, würden wir vielleicht so heiraten.

DreiWeisseTauben: Was sollten jede Braut und jeder Bräutigam vor ihrer Hochzeit wissen?

Die Planung der Hochzeit ist eine sehr schöne Zeit, deshalb ist es wichtig sich dafür auch Zeit zu nehmen. Gleichzeitig darf man sich aber nicht stressen lassen. Durch das Internet gibt es so viele Ideen, wie man seinen Hochzeitstag gestalten soll, und welche Deko man selbst basteln kann, das kann schnell mal ausarten! (wir sprechen aus Erfahrung). Macht euch nicht verrückt! Das Wichtigste an diesem Tag seid Ihr! Es soll euer Tag sein und dafür gibt es keine Regeln was man tun soll oder was Traditionen „vorschreiben“. Macht das, was euch gefällt. Jene Feiern, die zu den Brautpaaren passen und authentisch sind, sind die schönsten Feiern!

DreiWeisseTauben: Da gebe ich euch Recht. Wichtig ist es vor allem auf  seine eigenen Bedürfnisse zu achten,  damit es zu einem tollen Fest wird!  Mein Tipp: mehr Mut zur Kompromisslosigkeit  ;-). Liebe Marie, lieber Michael, herzlichen Dank für eure Antworten!

 

Wer die Beiden näher kennen lernen möchte, findet auf ihrer Webseite auch ein kurzes Video von Marie & Michael. Auf Facebook und Instagram sind sie natürlich auch zu finden!

Worauf achtet Ihr denn bei der Auswahl eures/r Hochzeitsfotografen/in?

Alles Liebe,

Iris

P.S.: Marie und Michael sprachen von einer tollen, ungezwungenen Strandhochzeit, die sie gerne mal shooten würden. Genau so eine wunderbare Hochzeit gab’s bei Josina & David

 

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